… und was das mit einem Marathon-Läufer zu tun hat

 

Wenn Du schonmal gefastet hast, hast Du vielleicht dazu folgende Worte im Kopf:

 

Verzicht, Mangel, Maßlosigkeit, weniger, keine, verzichten, Loslassen, Abnehmen, Gedenken, Glauben, Entschlacken,  reduzieren, enge, 40 Tage, Diät, hungern

Kurz: Es geht für viele beim Fasten darum, auf etwas zu verzichten, was uns nicht gut tut / Womit wir sonst maßlos sind …

Welche Hintergünde hat das Fasten eigentlich?

 

Religiöse Gründe zu fasten

Das Fasten kennen viele aus religiören Gründen – in einigen Religionen gibt es bestimmte Tage oder Ereignisse, zu denen auf z.B. Nahrung, Alkohol oder anderes verzichtet wird.

Die Fastenzeit ist im christlichen Glauben auf die Wandung von Jesus durch die Wüste begründet. Er war 40 Tage unterwegs, hat gefastet und Versuchungen widerstanden.

Das Fasten zwischen Karneval und Ostern soll daran erinnern.

 

Gesundheitliche Gründe zu fasten

Egal, ob in der „offiziellen Fastenzeit“ zwischen Karneval und Ostern oder als Diät zu jedem X-beliebigen Zeitpunkt. Auch hier steht im Fokus, sich von ungesunden Lebensmitteln fern zu halten oder diese zu reduzieren.

Es gibt auch das sogenannte Heilfasten, welches mit anderen Handlungen einhergeht.

 

Finanzielle Gründe zu fasten

Auch hier gibt es das Fasten als Versuch, sich von zusätzlichen Ausgaben fern zu halten oder sich einzuschränken, um das Konto nicht mehr so sehr zu belasten.

 

Was haben alle gemein:

Es geht um den Verzicht, um die Reduzierung von etwas, was Dir bisher nicht gut getan hat oder bei dem Du maßlos geworden bist.

 

Und was haben sie auch alle gemein? Diese Vorsätze lassen sich nur kurze Zeit tatsächlich durchhalten. Es wird zu ordtern gefeiert, die 40 Tage durchgestanden zu haben. Und wir gehen zum „normalen“ Leben über – um dann bei der nächsten Fastenzeit wieder erneut damit zu starten.

 

Warum fällt das Fasten schwer? Warum ist es ein schweres, unschönes und belastendes Thema?

Weil es um den Verzicht geht – es geht immer darum, auf was Du verzichten kannst / musst / willst. Was Du weniger in Deinem Leben willst.

 

Ich möchte Dir heute aber eine andere Art vorstellen:

Die Geldlwöwin-Methode des Fastens

 

Im Gotischen gibt es das Wort fastan, das so viel bedeutet wie „(fest)halten“ oder „bewachen“

 

Und das passt finde ich genau dazu, wie ich die Fastenzeit sehen möchte:

Als Chance, das festzuhalten, was mir wichtig ist und – ganz Löwin-like – meine Werte und Ziele zu bewachen.

 

Bei der Fasten nach der Geldlöwin-Methode geht es nicht darum, etwas bestimmtes wegzulassen, sondern mehr von dem, was ich haben will, in mein Leben zu holen. Und alles dafür zu tun, meine Ziele im Blick zu halten und mich voll und ganz darauf zu fokussieren.

 

Wie genau das aussehen soll?

Ich gebe Dir gern ein paar Tipps an die Hand, wie Du Deine finanzielle Fastenzeit erfolgreich umsetzen kannst:

  • Hast Du finanziellen Ziele? Was genau möchtest Du als nächstes erreichen?
    Schreibe Dir ein bis drei Ziele auf, die Du in nächster Zeit erreichen willst.
    Wichtig dabei: Suche Dir Ziele, die Dich brennen lassen, die Dir im Herzen wichtig sind und die DU wirklich erreichen willst.
    Stecke die Ziele ruhig hoch, aber sie sollten durch Deine Kraft erreichbar sein. Das Ziel im Lotto zu gewinnen ist z.B. kein gutes Ziel, da Du es nicht in der Hand hast und nicht beeinflussen kannst.

 

  • Welche Dinge sind in Deinem Leben, die Dich davon abhalten, Deine Ziele zu erreichen? Welche Herausforderungen stehen Deinen Zielen entgegen? Welche Lösungen gibt es, diese Hürden zu nehmen?
    Das sind gleich zwei Themen:
    1. Was steht im Weg / Was bremst Dich aus / Was schränkt Deine Möglichkeiten ein
    2. Welche Lösungen gibt es dafür

 

Vielleicht auch hier ein Beispiel:

Du möchtest einen Städtetripp mit Freunden in ein paar Wochen erleben, Dir fehlt aber noch das nötige Kleingeld dafür.
Mögliche Hindernisse: Du hast ein festes Einkommen, dass sich nicht mal eben erhöhen lässt. Und außerdem bräuchtest Du eigentlich eine neue Spülmaschine.

Mögliche Lösungen:

Vielleicht kannst Du Überstunden machen, die du Dir auszahlen lassen lannst. Oder Du hast die Möglichkeit, durch einen Nebenjob zusätzlich Geld zu verdienen.
Oder Du hast Dinge, die Du verkaufen kannst, um Dein Städte-Tripp-Glücksglas zu füllen.
Spülmaschine: Du kannst jetzt überlegen, welches Ziel Dir wichtiger ist, der Städtetripp mit vielen tollen Erfahrungen oder die Bequemlichkeit einer Spülmaschine. Und je nach Entscheidung setzt Du Deinen Fokus auf dieses Ziel.

 

Jetzt weißt Du, wohin Dich die Fastenzeit bringen soll. Dein Ziel, Dein Fokus.

Deine Aufgabe nun: jeden Euro, den Du zur Verfügung hast, diesem Ziel zu widmen.

Das bedeutet nicht, dass Du nichts mehr essen sollst, um Dein Ziel vom Städtetripp zu verwirklichen, sondern dass Du Dir bei Deinen Kaufentscheidungen bewusst machst, wie Du Dein Geld einsetzen möchtest und ggf. zu hinterfragen, ob Du eine günstigere Lösung findest um eben noch etwas für Dein Ziel übrig zu haben.

 

Natürlich lassen sich nicht alle Wünsche in kurze Ziele verwandeln, Du wirst z.B. in 40 Tagen kaum das Geld für ein neues Auto zusammen sparen.

Aber es geht um die Fokus (dieses Wort schreibe ich gerade sehr oft 😉 – es geht darum, Deinen Blick, Deine Gedanken und dein Tun auf ein Ziel auszurichten und dorthin zu gelanden, mit all Deiner Kraft.

 

Und was hat das jetzt mit einem Marathon-Läufer zu tun?

Wie ein Marathon-Läufer – er fokussiert sein Ziel um es zu erreichen. Und oft sieht er das Ziel noch gar nicht, er weiß nur, welchen Weg er gehen muss, um dort anzukommen.

Er hat für den Lauf trainiert, er hat sich Gedanken darüber gemacht

  • welche Strecke er zurücklegen muss
  • wieviel Wasser er mitnehmen muss
  • welche Motivation im hilft, in schweren Streckenabschnitten dran zu bleiben und nicht aufzugeben

Zu Beginn hat er auf kleinere Strecken trainiert, kürzere Ziele gesetzt und diese immer weiter ausgeweitet.

Er hat sich motiviert, hat sich Tipps von anderen geholt und ist jetzt bereit, die nächste Herausforderung zu meistern.

 

Er läuft also den Marathon:

Er hat einen Routenplan in Kopf, weiß, wo er sich für welche Abzweigung entscheiden muss, um ans Ziel zu kommen. Vielleicht gibt es auch Hinweisschilder, die ihm immer wieder den Weg zeigen.

 

Und was glaubst Du, an was denkt er, wenn er läuft?

Meinst Du, er denkt an die Dinge, die er am Wochenende noch zu tun hat, welche Ausflüge er im Urlaub geplant hat oder welche Farbe seine Wohnzimmerwand bekommen soll? Oder ob er besser Ruderer geworden wäre?

Wohl eher nicht. Sein Blick, sein Fokus, seine Gedanken drehen sich nur um den direkten Weg vor sich. Um den Weg zu seinem aktuellen Ziel. Und er läuft – genau auf sein Ziel zu.

 

Und dazu möchte ich Dich ermutigen: Werde ein Marathon-Läufer – hab Dein Ziel im Kopf (auch wenn Du es vielleicht noch nicht richtig sehen kannst), starte mit kleineren Trainingseinheiten und bleib am Ball.

Denn Dein Ziel ist es wert erreicht zu werden, richtig? Also los, dann LAUF auch darauf zu 🙂

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